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Die Gäste am 19. Mai:

 

René Deutschmann,

Jahrgang 1979, lebt und schreibt in Bonn. Er hat seine Wurzeln im deutschsprachigen Rap, bis er sich mehr und mehr von zunehmend US-lastigen und „sex and crime“-Themen distanzierte. Schreiben wollte René Deutschmann trotzdem, zum einen um Alltagserlebnisse abstrakt zu verarbeiten, aber auch um etwas „mitzuteilen“. Auch wenn man durchaus lachen kann, regen seine Texte stets zum Nachdenken an, ohne einen typischen „Flow“ vermissen zu lassen.

René Deutschmann „debütierte“ bei PoetryBites am Offenen Mikrofon und war sofort einer der Publikumslieblinge. Inzwischen nimmt er regelmäßig an Poetry Slams teil und gewann den „Reim in Flammen“ im Kölner Tsunami Club im vergangenen Oktober.

Egal ob René historische Stoffe in eine moderne lyrische Form steckt, ob er Gegenstände wie Geld oder Kleidung zum Sprechen bringt und so ungeahnte Perspektiven eröffnet – er erzählt, frei vorgetragen, dichte Geschichten, bei denen Weghören unmöglich ist, Schmunzeln passiert und „Mitnehmen“ ausdrücklich erwünscht ist. René gelingt es immer, sprachlich zu fesseln und sogar mit Hilfe eines Wäschedialogs oder einer Schlacht ganz Aktuelles, auch Persönliches, anzusprechen und zu verdeutlichen. Platon sagt: "Wenn die Guten nicht kämpfen, gewinnen die Schlechten" – René Deutschmann sagt dazu: „Das Schreiben ist für mich eine von vielen Möglichkeiten in diesen Kampf einzuwirken.“

 

und

Tobias Kunze

Jahrgang 1981, begann 2001, seine Texte auf selbst organisierten »Offenes Mikrofon«- Abenden vorzutragen. 2003 trat er auf seinem ersten Poetry Slam auf – und gewann. Seitdem ist der Vortragskünstler auf zahlreichen Poetry Slams und Lesungen präsent. Er hat 2006 die Anthologie »Stadtgeschehen bei Mischwetter« herausgegeben. In Hannover veranstaltet er mehrere Literatur- und Kleinkunstreihen, darunter die Lesebühne »Nachtbarden« und die größte Kleinkunstbühne in der Region Hannover, die »Offene Bühne«. Auf der Bühne bannt er sein Publikum durch rasanten Vortrag und luftmalende Gestik. Er schafft es, Ernsthaftigkeit mit Komik zu vereinbaren. Er mischt Prosa und Lyrik, er beherrscht Feder wie Holzhammer und damit Schwung und Wucht. Heraus kommt: Poesie mit Sätzen, die bleiben.

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