Die Gäste vom 15. April 2008:
Oile macht seit 1996 die Underground Musikszene unsicher. Zunächst in Bergisch Gladbacher Bands wie THE JOHNAS (ex- JOHNSTON ATOLL ) und HOSHEES aktiv, verlagerte sich sein Spielraum über die Jahre nach Köln und von dort aus durch ganz Deutschland. Aktiv spielt er außerdem Gitarre und singt bei der Kölner Indie-/Punkrock-Band MOFA (Ex-SICHELZECKEN).
Im Jahr 2005 gründete er zusammen mit Kommilitonin Mona das D.I.Y. Label KATZE PLATTEN , welches bis heute auf 32 Veröffentlichungen (CD-Rs und Tapes, wie auch Vinyl und CDs) zurückblicken kann. Solo setzte er sich bereits 2004 als SIN STANLEY in Szene und releaste ein englischsprachiges Album auf dem niedersächsischen Label Empty Head Records . Dabei wurde er unterstützt von seinem langjährigen Buddy Sebastian Blaschke , der ebenfalls in damaligen Bands von Oile (HOSHEES, THE JOHNAS, HOT JR.) aktiv war und bis Ende 2007 mit DAYS IN GRIEF die Bühnen Europas bereiste. Durch MOFA auf den Geschmack gekommen, deutsche Lyrics zu verfassen, machte sich Oile 2006 daran, auch Solosongs in seiner Muttersprache zu schreiben, aufzunehmen und über das Internetportal MySpace in die Welt zu knallen. Im Nov./Dez. 2006 veröffentlichte er sein zweites Soloalbum „Oilerboy“ auf mehreren D.I.Y. Labels, wie auch seinem eigenen. Der Release folgte eine Minitour und sporadische Shows durch Deutschland. Zur Zeit ist er im Studio, um zusammen mit S. Blaschke an neuen Songs zu arbeiten und alte aufzufrischen. Das fertige Werk wird im Spätsommer dieses Jahres gepresst und veröffentlicht.

und Andy Strauß,
geboren irgendwann Ende der Siebziger oder Anfang der Achtziger, hat bereits vor der ersten Klasse das Schreiben mit einer alten, klapprigen Schreibmaschine gelernt. Vor dem Abitur hat er seine Schulaufsätze immer mit dem Anspruch geschrieben, das Lehrpersonal zu verunsichern oder zu erschüttern. Mit der beharrlichen Behauptung, dass Lady McBeth eine Hexe ist, hat er sich seinen EnglischLK bis zum Abitur stets auf kleiner Flamme (maximal 4 Punkte) gehalten, seinen Deutschprüfungskurs versaute er sich mit der, in einer Erörterung aufgestellten Theorie, dass ein Mensch wie Grass nur eine Vergangenheit bei der SS gehabt haben kann.
Nach dem Geständnis von Günter Grass und den neu entdeckten Texten Einsteins, in welchen Einstein Lady McBeth ebenfalls als Hexe darstellt, müsste sein Abiturzeugnis einer Revision unterzogen werden. Entmutigt von zu viel Kritik an seinen Ideen begann Andy erst wieder während des Soziologiestudiums in langweiligen Seminaren mit dem Schreiben und treibt sich seit Dezember 2006 erfolgreich auf Poetry Slam Bühnen im deutschsprachigen Raum herum. Andy war Finalist beim German International Poetry Slam 2007 in Berlin und in der letzten (und kommenden) Staffel des WDR Poetry Slam zu sehen.
Nebenher engagiert er sich aktiv für die Verbreitung von Straßenkunst und unterstützt soziale Kämpfe (am liebsten die, die am verlorensten scheinen). Darüber, ob er nun ein verkannter Prophet oder ein zurückgezogener Soziopath ist, hat jeder Leser oder Zuhörer selbst zu urteilen.
Ein Nachtrag, um es nochmal mit voller Härte zu betonen: Andy Strauß ist gebürtiger Ostfriese und steht treu zu seinen Wurzeln. In seiner Geburts- und früheren Heimatstadt Leer veranstaltet er deshalb 2008 erstmals einen Poetry Slam für die Region.

